Reflexionen zur technologischen Transformation von Kreativität und Künsten
ab 10:30 Uhr
26. Juni
AdBK Nürnberg
Prof. Dr. Jens Badura
Eliza Goldox
Katrin Esser
Aslak Asmot Helm
Prof. Amelie Klein
Vanessa Amoah Opoku
Sarah Veith
Anne Wölk
Das Symposium Finding Foundations lädt dazu ein, die vielseitigen Verflechtungen zwischen Kunst, Technologie, Design und Unternehmertum aus einer interdisziplinären Perspektive zu entdecken. In Impulsvorträgen, Workshops und Panels werden neue Verbindungen, ästhetische Prozesse und innovative Ansätze vorgestellt.
Eingeladene Speaker:innen und Akteur:innen diskutieren die Rolle der Künste als Treiber kultureller und gesellschaftlicher Entwicklungen, als kritische Instanz und als produktive Ressource.
Finding Foundations bietet eine Plattform für den Austausch über technologische und kreative Innovationen abseits etablierter Narrative.
Welche Spannungen entstehen zwischen Sinnlichkeit und Algorithmik, zwischen ästhetischer Autonomie und der Logik von Märkten?
Auf euch warten spannende Vorträge, Paneldiskussionen, Workshops und Filmscreenings.
Das Symposium findet in Kooperation mit Alisa Kossak (Transferstelle LEONARDO) statt.
Ablauf:
10:30 Check In
11:00 Prof. Amelie Klein
11:30 Aslak Aamot Helm “Upstream Aesthetics: On the Speculative, Open-Ended Nature of Artist-Led Entrepreneurship”
13:00 Lunch
14:00 Prof. Dr. Jens Badura “Transformation statt Innovation”
15:00 Panel Discussion “Working Collaboratively” mit Vanessa Amoah Opoku und Eliza Goldox
16:00 Anne Wölk "Strategischer Aufbau eines SammlerInnenkreises für KünstlerInnen"
17:00 Film-Screening "She Works Hard" (2017) / "Cold Readings" (2020)
Keynote: Prof. Dr. Jens Badura - Transformation statt Innovation
Prof. Dr. Jens Badura leitet den BA «Transformation & Nachhaltigkeit» am Departement Design Film Kunst der Hochschule Luzern und ist Teil der Forschungsgruppen «Transformation Design» und «Postdisziplinarität». Zudem ist er Co-Leiter des Forschungskollegs am Institut Kulturen der Alpen an der Universität Luzern. Er hat Philosophie und Diverses in Konstanz und Innsbruck studiert, war Mitglied im Graduiertenkolleg „Ethik in den Wissenschaften“ an der Universität Tübingen und hat am Lehrstuhl für Philosophie und Wissenschaftstheorie der Universität Stuttgart mit der Arbeit „Die Suche nach Angemessenheit “ promoviert. Anschliessend war er als Post-Doc am Max-Weber-Kolleg für sozial- und kulturwissenschaftliche Studien der Universität Erfurt, am Internationalen Zentrum für Kultur- und Technikforschung der Universität Stuttgart sowie an der École des Hautes Études en Sciences Sociales Paris. 2006 habilitierte er sich an der Universität Paris 8 (Vincennes - Saint Denis) und absolvierte einen MAS in Kulturmanagement an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Er war dann Dozent für ästhetische Theoriepraxis an der Zürcher Hochschule der Künste, Senior Scientist an der Universität für angewandte Kunst Wien, Gastprofessor im Studiengang „Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation“ an der Universität der Künste Berlin und freiberuflich beratend an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik tätig.
Lecture: Aslak Aamot Helm - Upstream Aesthetics: On the Speculative, Open-Ended Nature of Artist-Led Entrepreneurship (in English)
The Lecture explores how the artist studio Diakron has been working across science, technology, and industry, possibly reimagining entrepreneurship as a site of speculative practice—less about market solutions, and more about contributions to extra-institutional field formation, collective inquiry, and infrastructural experimentation. Drawing from the 7 year long project Primer - a platform for artistic and organisational development in a biotechnology factory - and other collaborative prototypes, it considers how artist-led organizations can intervene upstream—before technologies settle, before institutions adapt, and before futures are fully scripted.
Aslak Aamot Helm works on building alliances, experiments, and organizations across art, science, advanced technologies, and industry. He is co-founder of the transdisciplinary studio Diakron and Primer, a platform for artistic and organizational development housed in the biotech company Aquaporin. As of 2026, he is working on a postdoctoral research project, tracing the aesthetics of rising levels of unknowability in the biological sciences in collaboration with institutional partners in biomedical research and natural history.
Impuls: Anne Wölk - Strategischer Aufbau eines SammlerInnenkreises für KünstlerInnen
Viele Akademikerinnen scheuen den Kommerz, doch der Aufbau eines treuen Sammlerinnenkreises ist essenziell für nachhaltigen Erfolg. In diesem Vortrag erfährst du, wie du dich gezielt bei Direkt-und/oder-Charityauktionen bewirbst, um regelmäßig Kontakte zu potenziellen Käuferinnen zu knüpfen. Zudem sind Museumsankäufe und Jahresgaben bei Kunstvereinen wertvolle Optionen, um deine Werke dauerhaft zu positionieren. Wichtig ist, diese Kontakte zu sammeln, zu archivieren und eine Newsletter-Gruppe aufzubauen. Bestehende Käuferinnen können dich über Jahre hinweg unterstützen, während du Strategien entwickelst, um neue Sammler*innen zu gewinnen. Der Fokus liegt auf nachhaltiger Pflege und persönlicher Beziehung, um den Verkauf deiner Werke zu sichern, ohne den künstlerischen Anspruch zu verlieren.
Panel Discussion “Working Collaboratively” mit Vanessa Amoah Opoku und Eliza Goldox
Vanessa Amoah Opoku is a German-Ghanaian interdisciplinary artist exploring history, digitality, and marginalized narratives through mixed realities. She uses art, science, and technology to challenge conventional notions of innovation and future visions. Her primary artistic tools include 3D scans, video, sculpture, performance, and sound. Opoku is part of the artist collective PARA, which uses an interdisciplinary, research-based and performative approach to explore various phenomena of globalization and politics of memory.
Eliza Goldox is an artist based in Leipzig who works at the intersection of video art, film, installation, new media, performance production, poetry, and intervention. Additionally, she has a portfolio in initiating collective projects and participatory formats. Currently, she is thematically focusing on the politics of surfaces, aiming to address bodies, landscapes, and matter that has been transformed through political transitions and interventions.
Film Screenings: She Works Hard (2017, Kathrin Lemcke)
Sieben Künstler*innen und Kulturschaffende sprechen über Arbeit und Leben in einer imaginierten utopischen Gesellschaft. Wie ist Arbeit organisiert? Was ist Arbeit? Und wie können wir gemeinsam arbeiten? Im 21. Jahrhundert findet Arbeit zunehmend individualisiert statt und entspricht somit neoliberalen Anforderungen. Künstler*innen waren und sind Teil der „Avantgarde“ dieser Entwicklungen. Ausgehend von einem zeitgenössischen Berliner Co-Working Space beginnt die Regisseurin, utopische Formen von Arbeit zu erkunden. Sie spricht mit Kulturschaffenden, die ihre Utopie vermeintlich bereits erreicht haben. Sie wird Zeugin eines Treffens, in dem versucht wird, die einzelnen Vorstellungen zu einer gemeinsamen Utopie zusammen zu bringen. She works hard ist ein Dokumentarfilm über Utopien einer Gesellschaft, in der Arbeit anders formiert und anders verteilt ist. Ein Versuch, sich Auswege aus prekären künstlerischen Arbeitsverhältnissen vorzustellen. Mit: Nino Bulling, Hanna Bergfors und Kornelia Kugler, Konstanze Schmitt und Bini Adamczak, Markues, Noam Gorbat, Kathrin Lemcke.
Kathrin Lemcke (sie/ihr) *1983 in Baden-Baden, ist als Producerin und Produktionsleiterin in Leipzig tätig. 2025 gründete sie zusammen mit Jonas Matauschek die PARA Film GbR, Produktionsfirma für künstlerischen Film und Videokunst. Sie ist Gründungsmitglied von PARADOKS - Videokunstfestival an den Rändern des Dokumentarischen und Mitglied der Filmischen Initiative Leipzig (FILZ), einem Zusammenschluss aus Filmemacher*innen im Bereich Dokumentar- und Experimentalfilm. Sie ist Absolventin der Medienkunst der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, der Bezalel Academy of Fine Arts in Jerusalem und der Professional Media Master Class (PMMC) der werkleitz Gesellschaft in Halle.
Cold Readings - Katrin Esser und Sarah Veith
Film, 2020, 11.30 Min, Ultra HD, Stereo
In einer anonymisierten Umgebung durchlaufen sechs junge Teilnehmer:innen ein experimentelles Verfahren. Ziel ist die Entwicklung neuer Formen zwischenmenschlicher Kommunikation. Zwischen Rollenspiel und Beobachtung werden Mimik und Gestik entschlüsselt, mit Fokus auf sozialen und interaktiven Fähigkeiten wie Empathie, Transferfähigkeit und dem Umgang mit Mehrdeutigkeit. Die Teilnehmer:innen agieren dabei überwiegend lautlos, lernen, nonverbal aufeinander zu reagieren – als würde Verständigung jenseits gesprochener Sprache möglich.
Die Künstlerin und Filmemacherin Katrin Esser studierte bis 2019 Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. 2023 absolvierte sie als Meisterschülerin an der Graduiertenschule für Bewegtbild (GBB) an der Kunsthochschule Kassel. Ihre Arbeiten wurden auf diversen Festivals und Ausstellungen gezeigt, wie u.a. Kasseler Dokumentar- und Videofestival, ARD Mediathek und MDR-Fernsehen, Goethe-Institut Peking (CHN), EFM Berlinale, HALLE 14 Spinnerei Leipzig, Hardware MedienKunstVerein Dortmund, GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig, PACT Zollverein Essen, Kunstquartier Bethanien Berlin, Kasseler Kunstverein, Blicke - Filmfestival des Ruhrgebiets, DG Kunstraum München oder ACUD Kunsthaus Berlin. Seit 2022 arbeitet sie neben ihrer künstlerischen Tätigkeit als Künstlerische Mitarbeiterin im Bereich Bewegtbild im Fachbereich Zeitbasierte Künste an der BURG Giebichenstein Kunsthochschule Halle.
Sarah Veith studierte Kunst und Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, der Gerrit Rietveld Academie Amsterdam und dem Lette Verein Berlin. Sie arbeitet in verschiedenen Bereichen der Kunst und Kunstproduktion, darunter Film, Fotografie und Hörspiel. In ihren Filmen und Audioinstallationen untersucht sie gegenwärtige Räume auf historische Spuren ebenso wie auf mögliche Szenarien einer fiktiven Zukunft. Ihre Arbeiten wurden u. a. auf dem Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest, dem Filmfest Dresden, dem Kurzsuechtig Kurzfilmfestival (Gewinnerfilm DOK-Wettbewerb 2024), den Biberacher Filmfestspielen, dem Landshuter Kurzfilmfestival, den Filmkunsttagen Sachsen- Anhalt und dem Leipziger Hörspielsommer gezeigt sowie in Ausstellungsräumen wie dem Kunstverein Kassel, Halle 14 – Zentrum für zeitgenössische Kunst Leipzig, IDEAL Leipzig, dem Kunstverein Jesteburg, dem Stedelijk Museum Amsterdam, den Uferhallen Berlin und dem Freien Museum Berlin. Derzeit ist sie Teilnehmerin der Graduiertenschule für Bewegtbild in Kassel.


Reflexionen zur technologischen Transformation von Kreativität und Künsten
ab 10:30 Uhr
26. Juni
AdBK Nürnberg
Prof. Dr. Jens Badura
Eliza Goldox
Katrin Esser
Aslak Asmot Helm
Prof. Amelie Klein
Vanessa Amoah Opoku
Sarah Veith
Anne Wölk
Das Symposium Finding Foundations lädt dazu ein, die vielseitigen Verflechtungen zwischen Kunst, Technologie, Design und Unternehmertum aus einer interdisziplinären Perspektive zu entdecken. In Impulsvorträgen, Workshops und Panels werden neue Verbindungen, ästhetische Prozesse und innovative Ansätze vorgestellt.
Eingeladene Speaker:innen und Akteur:innen diskutieren die Rolle der Künste als Treiber kultureller und gesellschaftlicher Entwicklungen, als kritische Instanz und als produktive Ressource.
Finding Foundations bietet eine Plattform für den Austausch über technologische und kreative Innovationen abseits etablierter Narrative.
Welche Spannungen entstehen zwischen Sinnlichkeit und Algorithmik, zwischen ästhetischer Autonomie und der Logik von Märkten?
Auf euch warten spannende Vorträge, Paneldiskussionen, Workshops und Filmscreenings.
Das Symposium findet in Kooperation mit Alisa Kossak (Transferstelle LEONARDO) statt.
Ablauf:
10:30 Check In
11:00 Prof. Amelie Klein
11:30 Aslak Aamot Helm “Upstream Aesthetics: On the Speculative, Open-Ended Nature of Artist-Led Entrepreneurship”
13:00 Lunch
14:00 Prof. Dr. Jens Badura “Transformation statt Innovation”
15:00 Panel Discussion “Working Collaboratively” mit Vanessa Amoah Opoku und Eliza Goldox
16:00 Anne Wölk "Strategischer Aufbau eines SammlerInnenkreises für KünstlerInnen"
17:00 Film-Screening "She Works Hard" (2017) / "Cold Readings" (2020)
Keynote: Prof. Dr. Jens Badura - Transformation statt Innovation
Prof. Dr. Jens Badura leitet den BA «Transformation & Nachhaltigkeit» am Departement Design Film Kunst der Hochschule Luzern und ist Teil der Forschungsgruppen «Transformation Design» und «Postdisziplinarität». Zudem ist er Co-Leiter des Forschungskollegs am Institut Kulturen der Alpen an der Universität Luzern. Er hat Philosophie und Diverses in Konstanz und Innsbruck studiert, war Mitglied im Graduiertenkolleg „Ethik in den Wissenschaften“ an der Universität Tübingen und hat am Lehrstuhl für Philosophie und Wissenschaftstheorie der Universität Stuttgart mit der Arbeit „Die Suche nach Angemessenheit “ promoviert. Anschliessend war er als Post-Doc am Max-Weber-Kolleg für sozial- und kulturwissenschaftliche Studien der Universität Erfurt, am Internationalen Zentrum für Kultur- und Technikforschung der Universität Stuttgart sowie an der École des Hautes Études en Sciences Sociales Paris. 2006 habilitierte er sich an der Universität Paris 8 (Vincennes - Saint Denis) und absolvierte einen MAS in Kulturmanagement an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Er war dann Dozent für ästhetische Theoriepraxis an der Zürcher Hochschule der Künste, Senior Scientist an der Universität für angewandte Kunst Wien, Gastprofessor im Studiengang „Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation“ an der Universität der Künste Berlin und freiberuflich beratend an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik tätig.
Lecture: Aslak Aamot Helm - Upstream Aesthetics: On the Speculative, Open-Ended Nature of Artist-Led Entrepreneurship (in English)
The Lecture explores how the artist studio Diakron has been working across science, technology, and industry, possibly reimagining entrepreneurship as a site of speculative practice—less about market solutions, and more about contributions to extra-institutional field formation, collective inquiry, and infrastructural experimentation. Drawing from the 7 year long project Primer - a platform for artistic and organisational development in a biotechnology factory - and other collaborative prototypes, it considers how artist-led organizations can intervene upstream—before technologies settle, before institutions adapt, and before futures are fully scripted.
Aslak Aamot Helm works on building alliances, experiments, and organizations across art, science, advanced technologies, and industry. He is co-founder of the transdisciplinary studio Diakron and Primer, a platform for artistic and organizational development housed in the biotech company Aquaporin. As of 2026, he is working on a postdoctoral research project, tracing the aesthetics of rising levels of unknowability in the biological sciences in collaboration with institutional partners in biomedical research and natural history.
Impuls: Anne Wölk - Strategischer Aufbau eines SammlerInnenkreises für KünstlerInnen
Viele Akademikerinnen scheuen den Kommerz, doch der Aufbau eines treuen Sammlerinnenkreises ist essenziell für nachhaltigen Erfolg. In diesem Vortrag erfährst du, wie du dich gezielt bei Direkt-und/oder-Charityauktionen bewirbst, um regelmäßig Kontakte zu potenziellen Käuferinnen zu knüpfen. Zudem sind Museumsankäufe und Jahresgaben bei Kunstvereinen wertvolle Optionen, um deine Werke dauerhaft zu positionieren. Wichtig ist, diese Kontakte zu sammeln, zu archivieren und eine Newsletter-Gruppe aufzubauen. Bestehende Käuferinnen können dich über Jahre hinweg unterstützen, während du Strategien entwickelst, um neue Sammler*innen zu gewinnen. Der Fokus liegt auf nachhaltiger Pflege und persönlicher Beziehung, um den Verkauf deiner Werke zu sichern, ohne den künstlerischen Anspruch zu verlieren.
Panel Discussion “Working Collaboratively” mit Vanessa Amoah Opoku und Eliza Goldox
Vanessa Amoah Opoku is a German-Ghanaian interdisciplinary artist exploring history, digitality, and marginalized narratives through mixed realities. She uses art, science, and technology to challenge conventional notions of innovation and future visions. Her primary artistic tools include 3D scans, video, sculpture, performance, and sound. Opoku is part of the artist collective PARA, which uses an interdisciplinary, research-based and performative approach to explore various phenomena of globalization and politics of memory.
Eliza Goldox is an artist based in Leipzig who works at the intersection of video art, film, installation, new media, performance production, poetry, and intervention. Additionally, she has a portfolio in initiating collective projects and participatory formats. Currently, she is thematically focusing on the politics of surfaces, aiming to address bodies, landscapes, and matter that has been transformed through political transitions and interventions.
Film Screenings: She Works Hard (2017, Kathrin Lemcke)
Sieben Künstler*innen und Kulturschaffende sprechen über Arbeit und Leben in einer imaginierten utopischen Gesellschaft. Wie ist Arbeit organisiert? Was ist Arbeit? Und wie können wir gemeinsam arbeiten? Im 21. Jahrhundert findet Arbeit zunehmend individualisiert statt und entspricht somit neoliberalen Anforderungen. Künstler*innen waren und sind Teil der „Avantgarde“ dieser Entwicklungen. Ausgehend von einem zeitgenössischen Berliner Co-Working Space beginnt die Regisseurin, utopische Formen von Arbeit zu erkunden. Sie spricht mit Kulturschaffenden, die ihre Utopie vermeintlich bereits erreicht haben. Sie wird Zeugin eines Treffens, in dem versucht wird, die einzelnen Vorstellungen zu einer gemeinsamen Utopie zusammen zu bringen. She works hard ist ein Dokumentarfilm über Utopien einer Gesellschaft, in der Arbeit anders formiert und anders verteilt ist. Ein Versuch, sich Auswege aus prekären künstlerischen Arbeitsverhältnissen vorzustellen. Mit: Nino Bulling, Hanna Bergfors und Kornelia Kugler, Konstanze Schmitt und Bini Adamczak, Markues, Noam Gorbat, Kathrin Lemcke.
Kathrin Lemcke (sie/ihr) *1983 in Baden-Baden, ist als Producerin und Produktionsleiterin in Leipzig tätig. 2025 gründete sie zusammen mit Jonas Matauschek die PARA Film GbR, Produktionsfirma für künstlerischen Film und Videokunst. Sie ist Gründungsmitglied von PARADOKS - Videokunstfestival an den Rändern des Dokumentarischen und Mitglied der Filmischen Initiative Leipzig (FILZ), einem Zusammenschluss aus Filmemacher*innen im Bereich Dokumentar- und Experimentalfilm. Sie ist Absolventin der Medienkunst der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, der Bezalel Academy of Fine Arts in Jerusalem und der Professional Media Master Class (PMMC) der werkleitz Gesellschaft in Halle.
Cold Readings - Katrin Esser und Sarah Veith
Film, 2020, 11.30 Min, Ultra HD, Stereo
In einer anonymisierten Umgebung durchlaufen sechs junge Teilnehmer:innen ein experimentelles Verfahren. Ziel ist die Entwicklung neuer Formen zwischenmenschlicher Kommunikation. Zwischen Rollenspiel und Beobachtung werden Mimik und Gestik entschlüsselt, mit Fokus auf sozialen und interaktiven Fähigkeiten wie Empathie, Transferfähigkeit und dem Umgang mit Mehrdeutigkeit. Die Teilnehmer:innen agieren dabei überwiegend lautlos, lernen, nonverbal aufeinander zu reagieren – als würde Verständigung jenseits gesprochener Sprache möglich.
Die Künstlerin und Filmemacherin Katrin Esser studierte bis 2019 Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. 2023 absolvierte sie als Meisterschülerin an der Graduiertenschule für Bewegtbild (GBB) an der Kunsthochschule Kassel. Ihre Arbeiten wurden auf diversen Festivals und Ausstellungen gezeigt, wie u.a. Kasseler Dokumentar- und Videofestival, ARD Mediathek und MDR-Fernsehen, Goethe-Institut Peking (CHN), EFM Berlinale, HALLE 14 Spinnerei Leipzig, Hardware MedienKunstVerein Dortmund, GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig, PACT Zollverein Essen, Kunstquartier Bethanien Berlin, Kasseler Kunstverein, Blicke - Filmfestival des Ruhrgebiets, DG Kunstraum München oder ACUD Kunsthaus Berlin. Seit 2022 arbeitet sie neben ihrer künstlerischen Tätigkeit als Künstlerische Mitarbeiterin im Bereich Bewegtbild im Fachbereich Zeitbasierte Künste an der BURG Giebichenstein Kunsthochschule Halle.
Sarah Veith studierte Kunst und Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, der Gerrit Rietveld Academie Amsterdam und dem Lette Verein Berlin. Sie arbeitet in verschiedenen Bereichen der Kunst und Kunstproduktion, darunter Film, Fotografie und Hörspiel. In ihren Filmen und Audioinstallationen untersucht sie gegenwärtige Räume auf historische Spuren ebenso wie auf mögliche Szenarien einer fiktiven Zukunft. Ihre Arbeiten wurden u. a. auf dem Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest, dem Filmfest Dresden, dem Kurzsuechtig Kurzfilmfestival (Gewinnerfilm DOK-Wettbewerb 2024), den Biberacher Filmfestspielen, dem Landshuter Kurzfilmfestival, den Filmkunsttagen Sachsen- Anhalt und dem Leipziger Hörspielsommer gezeigt sowie in Ausstellungsräumen wie dem Kunstverein Kassel, Halle 14 – Zentrum für zeitgenössische Kunst Leipzig, IDEAL Leipzig, dem Kunstverein Jesteburg, dem Stedelijk Museum Amsterdam, den Uferhallen Berlin und dem Freien Museum Berlin. Derzeit ist sie Teilnehmerin der Graduiertenschule für Bewegtbild in Kassel.